Romy Nína Rüegger
Synthetic Stream Plays – Koloniale Handelswege und der Rhein
Reflexionen über den Fluss als geteilte Ressource, Ökosystem, Abwassersystem, kolonialer Handelsweg und Infrastruktur für globalen Handel.

Romy Nína Rüegger, Synthetic Stream Plays, 2023, Performanceprop Flusslaufmodell des Rheins, Glitterleim auf Plastikfolie
Julia Wolf: Das Projekt Synthetic Stream Plays ist ein langjähriges Engagement von Dir, bei dem der Rhein zum Ort der Spurensuche von globalen bzw. kolonialen Handelswegen wird. Wie kam es zu dieser Beschäftigung?
Romy Nína Rüegger: Synthetic Stream Plays begann 2017 mit einer Einladung für New Swiss Performance Now! in der Kunsthalle Basel. Als die Bibliothekarin der Kunsthalle von meiner Recherche hörte, machte sie mich auf die Jahrbücher der Kunsthalle aufmerksam. 1908 ist dort eine Ausstellung der Basler Evangelischen Missionsgesellschaft verzeichnet. Des Weiteren stiess ich auf Bilder dieser Ausstellung. Sie zeigen in Form von Hütten und lebensgrossen Puppen Nachbildungen davon, was in der Bildunterschrift als «Dorfsituationen aus dem westlichen Afrika» bezeichnet wird. Anlässlich dieser Ausstellung wurden die Wände der Kunsthalle weiss gestrichen. Vermutlich zum ersten Mal – eine Ausstellung ohne bürgerliche Tapeten, ohne Efeu, ohne Sitzbänke zum Picknicken. Die Ausstellung der Basler Mission führt den White Cube der Moderne und der Gegenwartskunst des 20. Jahrhunderts in der Kunsthalle Basel ein, und er blieb.
Während der Pandemie erhielt ich vom ARé Performing Arts Festival in Yerevan 2021 eine Anfrage, mit Synthetic Stream Plays für die Webplattform des Festivals künstlerisch beizutragen. Ich hatte lange Gespräche mit der Kuratorin darüber, warum genau dieses Projekt für ein Land, das sich in einem Krieg befindet, interessant sein könnte. Sie hat sich mit ihren Argumenten durchgesetzt und ich habe das Video gemacht, welches auch ein Verhältnis zwischen Performance Nacherzählung und Video reflektiert.
Julia Wolf: Der White Cube wurde zum Standard für die Präsentation von Kunstwerken. 1976 kritisierte der irische Künstler und Kritiker Brian O’Doherty in seinem Essay «Inside the White Cube», dass der weisse Ausstellungsraum vermeintliche Neutralität und Transparenz suggeriere. Farben und ihre Politiken spielen nicht nur in der Kunst und ihrer Präsentation eine bedeutende Rolle, sondern auch in der Industrie. Mit diesem Themengebiet bist Du schon eine Weile vertraut. Kannst Du mehr davon erzählen?
Romy Nína Rüegger: Seit 2010 beschäftige ich mich mit der Entwicklung der Textilindustrien in Europa, die einen zentralen Bestandteil des globalen, frühkapitalistischen Sklavenhandels darstellt. Erstmals in der Region Basel, später dann auch im alpinen Raum, speziell im Glarus. Die Textilindustrie in diesen Regionen basiert im Verlauf ihres Wachstums unter anderem auch auf den Synthetisierungsverfahren, die zeitgleich auch die chemischen Industrien in Basel hervorgebracht haben. Auch in diese Zeit fällt die Erstarkung des modernen Bürgertums und die Art, wie dieses repräsentative Räume, wie Kunsthallen, für sich erschaffen und finanziert hat.
Für Synthetic Stream Plays liess ich die Kunsthalle Basel 2018 leer und lud die Zuschauer:innen zu einem performativen Spaziergang durch die Basler Innenstadt ‹Richtung Nantes› ein – jenem Ort, von wo die meisten Schiffe ablegten, die von Basler Unternehmen besessen, beladen und versichert wurden. Am Quai gedenkt ein begehbares Monument den versklavten Menschen, auf deren Unterwerfung und Ausbeutung die Vermögen vieler Basler Unternehmen fussen.
Beim Spaziergang stand das gemeinsame Erzählen und das Bedürfnis im Zentrum, Wissen zu teilen. Ich stellte die Frage in den Raum, inwiefern dieses kleinste Format der eins zu eins Performance, des inszenierten Gesprächs, ein Ort des öffentlichen Erinnerns sein kann. Weniger anstelle von – sondern eher in Herausforderung der fehlenden Erinnerungsmonumente im öffentlichen Raum in Basel. Zugleich forderte der Spaziergang das Format der Performance heraus. Wichtig für das Dramaturgisch-Konzeptuelle war, dass mich die Kunsthalle auch alle metatextuellen Elemente, wie Ausschreibungstext und Einladungsmails, bespielen liess.
Julia Wolf: Diesen Nachhall an die Hinterlassenschaften der kolonialen Verflechtungsgeschichten und überregionale Ausbeutungsprozesse, die Du damit hergestellt hast, hast Du schliesslich im Museum Tinguely fortgesetzt. Wohin hat Dich diese Weiterentwicklung im Rahmen Deiner Beschäftigung mit dem Rhein geführt?
Romy Nína Rüegger: Im Rahmen der Ausstellung Territories of Waste, die 2022/23 im Museum Tinguely in Basel stattfand, führte ich das entwickelte Format des choreographierten Spaziergangs entlang des Rheins fort. Basierend auf spezifischen Recherchen diskutierte ich mit den Teilnehmenden Handelswege, Flussökologien und koloniale Kontinuitäten. Die Performance spielte mit unserem heutigen Bezug zu Flüssen – als Orte der Erholung, des Badens und der Sauberkeit. Aktiv flossen die Erzählungen der Teilnehmenden in die darauf folgenden Spaziergänge ein. So schwankten beispielsweise die Erinnerungen an das Chemieunglück in der Schweizerhalle zwischen tiefrot und hellrot, vom Verlassen der Stadt wurde erzählt und von einer kollektiven Politisierung und Fürsprache für den Fluss ab diesem Moment. Einige Teilnehmende zeigten mir neue Wege, zum Beispiel jenen zur Gas- und Ölabzapfstelle, von der aus ein grosser Teil der Schweiz mit diesen Rohstoffen versorgt wird – so denn der Fluss genügend Wasser hat, um für die entsprechenden Transportschiffe befahrbar zu sein.
Auch Fragen danach, wo der Fluss beginnt und wo er endet, wenn wir ihn anhand von Persönlichkeitsrechten verstehen, mit dem sich der anthropozentrische rechtsstaatliche Diskurs herausfordern lässt, wurden sehr vielseitig begründet, oft auch in Korrespondenz zum tagesaktuellen Wetter und Wasserstand.
Julia Wolf: Feministische und postkoloniale Theoretiker:innen betonen nachdrücklich, dass ökologische Krisen unserer Zeit eng mit der Geschichte des Kolonialismus und der Sklaverei zusammenhängen. Mein Eindruck ist, dass es sich bei Deinem performativen künstlerischen Ansatz nicht nur um ein ‹Zurückblicken› in einem historischen Sinn handelt. Mir scheint, dass der gemeinsame Dialog, den diese Spaziergänge ermöglichen, insbesondere auch ein ethisches Zuhören, Verweilen und Beharren beinhalten – im Sinne eines staying with the trouble nach Donna Harraway. In Stein am Rhein hast Du während Deiner Residency einen anderen, viel ‹idyllischeren› Teil des Rheins vor Dir gehabt. Was hat das mit Deiner Annäherung gemacht?
Romy Nína Rüegger: Die Möglichkeiten dessen, was erzählt werden kann, sind auch in diesem Abschnitt des Rheins, zwischen Rheinfall und unterem Bodensee riesig. Ich sah mich in dieser Region mit meinen Erinnerungen an meine Gymnasialzeit in einer Schweizer Kleinstadt in den 1990er Jahren konfrontiert, die von Homophobie und Fremdenfeindlichkeit durchzogen war. In Stein am Rhein besuchte ich nebst Orten, Klängen, Pflanzen, Personen, Wellen und Winden auch das Stadtarchiv, wo ich nach Dokumenten fragte, auf denen die teils auch rassifizierenden oder exotisierenden Häusernamen aus Stein am Rhein aufgelistet seien und wie sie sich über die Zeit veränderten – bis sie so auf den Häusern zu stehen kamen, wie sie heute in der Altstadt anzutreffen sind. Historische Listen zu Zollabgaben beim Passieren der Steiner Brücke geben direkte Hinweise auf den Handel mit Kolonialwaren, wie Kaffee und Baumwolle – Baumwollhandel, den ich an den bestehenden Handel mit Leinen aus der oberen Bodenseeregion anknüpfen konnte.
Ich schaute mir die Häuser und ihre Bemalungen an, traf den letzten Fischer, den Verantwortlichen für die Renaturierung der Ufer zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein, sprach mit den Bäuerinnen auf dem Wochenmarkt. Eine Mitarbeiterin der Stiftung – selbst mit Migrationserfahrung und in Stein ansässig – machte mich auf eine Schuhfabrik aufmerksam, deren Produktion massgeblich durch sogenannte Gastarbeitende ermöglicht wurde. Auch das Vermögen der Jakob und Emma Windler-Stiftung ist mit der Wichtigkeit von Syntheseverfahren für die Basler Industrie und der ETH in Zürich verbunden, wie ich im stiftungseigenen Museum Lindwurm zur Wohngeschichte des Bürgertums im 19. Jahrhundert erfuhr.
Ich besuchte die ehemalige Zeugdruckerei in Diessenhofen und fand im Museum Allerheiligen in Schaffhausen Modelle zur Umschiffung des Rheinfalls – was dazu beigetragen hätte, den Bodensee mit Basel zu verbinden und somit den gesamten Rhein bis zum Bodensee für den industriellen Handel und die Verschiffung von Rohstoffen vorzubereiten. Ich erfuhr davon, dass verschiedene Bevölkerungszusammenschlüsse einen Industriehafen in Stein und weitere Grossprojekten zur Modernisierung verhinderten, die diesen oberen Teil des Rheins grundlegend verändert hätten.
Julia Wolf: Auch für den performativen Spaziergang in Stein am Rhein hast Du aktuelle Ereignisse mit Fragen an Orte verbunden, an denen historische Kontinuitäten ablesbar werden.
Romy Nína Rüegger: Ja. Der Rhein ist ein Politikum, für den hier alle sprechen und eintreten. Das Gespräch mit und zwischen den Teilnehmenden wurde zu einem Verhandlungsort, die Landschaft dabei Aufführungsort, Kulisse und Zeugin zugleich.
Synthetic Steam Plays (2023), Stein am Rhein

Romy Nína Rüegger, Synthetic Stream Plays, 2023, Skizze der choreographierten Route vom Kulturhaus Obere Stube bis zur Insel Werd, Stein am Rhein
Der performative Spaziergang Synthetic Steam Plays fand am Internationalen Museumstag am 21. Mai 2023 im Rahmen des Programms des Kulturhaus Obere Stube, Stein am Rhein, statt. Er wurde genährt von folgenden Notizen, die während der Residency im Chretzeturm zwischen 4. April und 30. Mai 2023 entstanden (Auszug):
Entlang dessen gehen, was da ist. Während auch ich, auch wir, da sind.
Ein kurzer Artikel zur Wasserverschmutzung in der Lokalzeitung. Ein Schutzring am Steg, der die Verschmutzung zurückhält.
Begegnungen und Gespräche mit einem Fischer, Archivaren, einer Umweltaktivistin, einem Umweltverantwortlichen, Kuratorinnen und Kulturarbeiterinnen, einer Museumsmitarbeiterin, einem Journalisten, einer Fotografin, einem ehemaligen Bezirksrichter. Ihre Hinweise und Empfehlungen.
Mittelalterliche Wetteromen aus der Ausstellung im Kulturhaus Obere Stube. Weitere Ausstellungsstücke in Museen vor Ort und in der Region.
Dokumente aus dem Stadtarchiv. Die Bezeichnungen der Häuser in der Altstadt. Die Bemalungen der Häuser in der Altstadt. Einige historisch, andere historisierend. Sich beziehend auf Berufe, Tätigkeiten, bemerkenswerte Ereignisse, Geschichten aus der Bibel und rassistische Bezeichnungen. Fachliteratur und Literatur.
Der Fluss und sein Lauf. Der Fluss und seine Ufer. Die verbauten, die unverbauten und die renaturalisierten. Der Fluss, der durch den See fliesst und wieder als Fluss daraus hervorgeht. Streifzüge und Schifffahrten.
Die Äschen. Plankton. Reiher. Muscheln. Lokalpolitik. Flusspolitik. Geschichtspolitik. Das Kino. Die Weinberge. Die Burg. Die Katze, die einen beim Auf- und Abstieg begleitet. Die Aussicht. Die Fledermaushöhle. Die Bäckereien. Die Bezeichnungen der Produkte in der Bäckerei. Die zu grosse katholische Kirche. Ja, sie sei Zeugin. Wie viele Gastarbeitende es in dieser eigentlich protestantischen Gegend gab? Keine Moschee. Das ehemalige Kloster und der Heilkräutergarten.
Der Pontonierverein. Gehöre zum Militär. Der kleine Strand. Das Labyrinth auf der Insel Werd, in dem man nicht rennen soll und in dem die Kinder gerne rennen.
Die Segelregatta auf dem unteren Bodensee. Die Blüten der niedrigstämmigen Obstbäume. Der Veloweg. Die Trennung von Stadt und Land. Von Zentrum und Peripherie. Die der Diskurs längst und mehrfach überwunden hat. Und die dennoch weiter besteht. Deutschland. Die Grenze. Der Weltkrieg. Der Grenzwall seit dem Krieg, weiter unten am Fluss, der bleibt, weil die Bevölkerung ihn behalten will.
Was macht den Fluss aus. Woran erkennen wir ihn. Was hat ihn geprägt. Wo beginnt der Wasserweg als koloniale Infrastruktur.
Der Fluss als Person. Wer spricht für den Fluss, wer steht für seine Persönlichkeitsrechte ein.
Die Ausstellungseröffnung. Die Sitzung des Stiftungsrats. Das Stiftungsvermögen. Die Tätigkeiten der Stiftung. Die Immobilien der Stiftung. Die Herkunft des Stiftungsvermögens.
Das Haus mit der Fassade von Alois Carigiet. Das Essen im Haus mit der Fassade von Alois Carigiet. Der Besuch. Die Besuche. Das Schlupfloch in der Fledermaushöhle. Die Aufregung um das Aufkommen von künstlicher Intelligenz. Das Musikfestival. Der kleine Zug am Fluss. Der Zug nach Winterthur. Der Zug nach Diessenhofen. Der Zug nach Konstanz. Der Zug nach Schaffhausen.
Der Weidlingsverein. Noch ein ehemaliges Kloster, zum Museum umgenutzt. Die Tourist:innen. Die Liegewiese am unteren Bodensee. Schwimmen im unteren Bodensee. Die Muscheln, die alles überziehen und dem Plankton den Sauerstoff und die Nährstoffe entziehen. Die Reiher, die geschützt sind. Der Laich, der von den Fischern angezüchtet wird. Die Bewirtschaftung des Sees. Die kleinen Fische, die dabei entstehen. Und von den geschützten Reihern gefressen werden. Das Seebecken, das kühles Wasser in der Tiefe zurückhält. Die Motorboote, die den Fisch dort besonders stören, wo der See in den Fluss übergeht. Die ausgestorbenen Fischarten und die noch existierenden. Der letzte Fischer. Der Vogelschutzverein. Der Fischereiverein. Die Aktionärsversammlung der Bodenseeschifffahrtsvereinigung.
Die alte Brücke und die neue Brücke, eine Schnellstrasse über den Fluss. Kein Kernkraftwerk. Kein Industriehafen, keine Schleusen. Keine Verbindung nach Basel, keine ans Meer. Ein Wehr. Das Wasserkraftwerk. Der Rheinfall. Die Gerberei. Die Färberei und Zeugdruckerei in Diessenhofen, der Hänggiturm – der Turm, in dem gefärbte Baumwollstoffe unter dem Dach in der Sonne getrocknet wurden. Der Druckmotivmarkt in Winterthur. Die Leinenindustrie am oberen Bodensee. Die Zollpreise Stein am Rheins für Kolonialwaren – Baumwolle und Kaffee.
Die Chemieaktien der Stiftungsgründer:innen. Die Basler Chemieindustrie. Die Entwicklung der Chemieindustrie aus der Farbindustrie. Die Wichtigkeit der Entwicklung stabiler Färbeverfahren im Zuge der Industrialisierung und des kolonialen Handels mit Zeugdruckwaren. Die Transportschiffe gegen den Strom, von Hand und mit Pferden gezogen. Die Ablösung der Leinen- durch die Baumwollindustrie. Der Fluss als kolonialer Handelsweg und industrialisierte Infrastruktur. Als Ökosystem und Kreislauf. Als Biotop.
Das Modell in Schaffhausen für den Tunnelbau und das Schleusensystem zur Umgehung und Schiffbarmachung des Rheinfalls. Die verschiedenen Pläne zur Schiffbarmachung der Alpen mit einem Schleusensystem. Die Verhinderung eines Industriehafens. Die Verhinderung eines Atomkraftwerks. Die Verhinderung. Die Demonstrationen der Bauern, der Fischer, der Umweltschützer: dagegen. «Verhindert, alles wurde verhindert, hier.» Die Motivationen des Verhinderns, die politischen Kräfte dahinter oder daneben zu stehen. «Mit dem Fluss mobilisierst du die Bevölkerung immer, hier.» Der Fluss als Abwassersystem.
21. Mai 2023. Heute ist der Tag, an dem die Weidlinge gemeinsam vom Bodesee zurückfahren, um die Saison einzuläuten. Weidlingfahren ist wie Velofahren. Eine Weidlinganlegestelle zu bekommen allerdings, ist so schwierig, wie einen Platz in einem Schrebergarten, oder eine Genossenschaftswohnung, oder einen Bauernhof. Heute ist der Tag, an dem sich die Weidlinge in kleinen Gruppen, vom Bodensee zurück Richtung Schaffhausen treiben lassen. Die Altstadt ist voll mit Tourist:innen, es ist sehr touristisch, hier.
Mir ist heiss. Es wird immer heisser, hier.

↥ Kulturhaus Obere Stube

«Vorzeichen am Himmel. In Zürich werden am 2. Mai 1524 drei Sonnen und vier Regenbogenam Himmel beobachtet, was man als Vorzeichen für die kommenden Unruhen auslegt.», Darstellung von Heinrich Thomas, 1605, in: Peter Kamber: Der Ittinger Sturm. Eine historische Reportage. Wie und warum die aufständischen Bauern im Sommer 1524 die Kartause Ittingen besetzten und in Brand steckten. Ittingen: Stiftung Karthause Ittingen, 1997, S. 46. (Dank an Helga Sandl)

↥ Oberstadt 7, Richtung Süden

↥ Oberstadt 7, Richtung Norden

↥ Rathausplatz 8

Seite aus dem Urbar, Stadtarchiv Stein am Rhein; «Das M-Wort ist die älteste Bezeichnung für Schwarze Menschen in der deutschen Sprache. […] Im 20. Jahrhundert wurde das M-Wort weitgehend durch das N-Wort verdrängt.», Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (aufgerufen: 22.5.2024)

«Öl-Austritte in den Rhein», Steiner Anzeiger, 18.4.2023

↥ Bootsteg mit Ölsperre

Rhy-Demo, in motorlosen Weidlingen demonstrieren etwa 800 Personen für mehr Ruhe auf dem Rhein, 15.8.1982, Foto: Max und Sonja Baumann, Stadtarchiv Schaffhausen (Dank an Hanna Engelhart)

↥ Fährterminal

↥ Alte Gerbe, Schiffländi 4

↥ Rhigass 8



Preise für Kolonialwaren (u.a. «Baum-Wollen», «Caffee» etc.), Stein am Rhein, 1759, in: Zolls Tariffa der Statt Stein, Stadtarchiv Stein am Rhein

Projektskizzen, offene Rheinhafenanlagen bei Stein am Rhein, Ingenieurbureau Bosshardt, 1914, Stadtarchiv Stein am Rhein

↥ Rheinbrücke

↥ Waschhaus mit Messtand, Rhiweg 7


↥ Nachbarschaft des Waschhauses, Rhiweg 5




↥ Rheinweg


↥ Im Werd



↥ Insel Werd
Romy Nína Rüegger war von April bis Mai 2023 Artist in Residence im Chretzeturm der Jakob und Emma Windler-Stiftung. Der performative Spaziergang Synthetic Steam Plays in Stein am Rhein baute auf bestehenden Arbeiten im Kontext von Territories of Waste, Museum Tinguely, Basel, 2022/2023, ARé Performing Arts Festival, Yerevan, 2021, und New Swiss Performance Now!, Kunsthalle Basel, 2018, auf und führte sie fort.
Gespräch: Julia Wolf und Romy Nína Rüegger, aufbauend auf einem unpublizierten Text von Romy Nína Rüegger
Residency Notizen und Recherche: Romy Nína Rüegger
Fotos: Roberta Fele
Gespräche, Hinweise und Recherchehilfen: Fischerei Dietrich; Roman Sigg/Stadtarchiv Stein am Rhein; Helga Sandl, Julia Wolf, Verena Nussbaumer/Jakob und Emma Windler-Stiftung, Graça Tanner/Kulturhaus Obere Stube; Hanna Engelhart/Aktion Rhy; Jean-Marc Rossi/Steiner Anzeiger; Roberta Fele; Walter Vogelsanger
Weitere Materialien der Recherche:
«Welche Zukunft hat begonnen?», Kurt Früh im Auftrag des Nordostschweizerischen Aktionsbündnisses gegen die Hochrheinschifffahrt, 1964, Schweizerisches Sozialarchiv/Stadtarchiv Stein am Rhein. (Mit Dank an Roman Sigg vom Stadtarchiv Stein am Rhein.)
Fernsehreportage zu den Pro-Rhein Demonstrationen «Rettet den Rhein», im Zusammenhang mit Bodensee-Regulierungen, Antenne des Schweizer Fernsehens, 1964, Memoriav MemoBase/Stadtarchiv Stein am Rhein.
Äschen, nach einem Bild des Wikipediaeintrages.
«Außführlicher Bericht/Von dem newlich im Monat Septembri vnd Octobri diß 1607. Jahrs erschienenen Haarstern/oder Cometen/vnd seinen Bedeutungen», Johannes Kepler, gedruckt zu Hall in Sachsen, 1608. (Mit Dank an Helga Sandl von der Jakob und Emma Windler-Stiftung.)
«Abbildung des Comet-Sternen/Welcher sich in dem Monat Novembr. 1680. hat sehen lassen», Friedrich Wilhelm Schmuck, Straßburg, 1680. (Mit Dank an Helga Sandl von der Jakob und Emma Windler-Stiftung.)
Zollstock im Restaurant Rheinfels an der Rheinbrücke (nicht mehr auffindbar).
Flussmodell des Rheins, nach: Verlauf und Flussystem des Rheins, Wikipedia.
Modell zur Visualisierung der Rheinfall-Umgehung, Museum Allerheiligen, Schaffhausen.
Grosse Industriebetriebe im Kanton Schaffhausen bis 1970, Indienne- und Kattunfabrik Seiler & Co., Museum Allerheiligen, Schaffhausen.
Die Rotfarb- und Kattundruckerei, Museum kunst + wissen, Diessenhofen. (Mit Dank für den Hinweis an Helga Sandl von der Jakob und Emma Windler-Stiftung.)
«Chemiestadt Basel: aus den Anfängen der Basler Chemieindustrie», in: Akzent: Magazin für Kultur und Gesellschaft, Heft 1, 2000, S. 4–7.
Robert Gnehm, Gründer, Direktionsmitglied und später Präsident der Gesellschaft für chemische Industrie Basel (Vorläufer der CIBA), Präsident des Verwaltungsrates der Chemischen Fabrik, vorm. Sandoz 1896-1900, Museum Lindwurm, Stein am Rhein.
«Die Stiftung richtete im Jahr 2022 Beiträge in Höhe von Fr. 38‘475‘077 aus.», Jahresbericht der Jakob und Emma Windler-Stiftung, 2022.
Hans-Jürg Fehr: Bauern gegen Schiffschlepper: die Güterschifffahrt zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein in motorlosen Zeiten. Schaffhausen: Verlag am Platz, 2021. (Mit Dank an Jean-Marc Rossi.)
Thomas Güntert: «Renaturierung des Rheinufers bei Diessenhofen hilft den Äschen», in: Tagblatt St. Gallen, 14.8.2018.
Kurt Wanner: «Pietro Caminada und seine ‹via d’acqua transalpina›», in: Bündner Monatsblatt, Heft 2, 2005, S. 107–127.
Romy Rüegger: «Are You an Underground, A Ship’s Deck, Or A Terrace?», in: Daniel Kurjakovic/Franziska Koch/Lea Pfäffli: The Air Will Not Deny You. Zürich/Berlin: Diaphanes, 2016, S. 161–171.
«Internationale Rheinkorrektion», in: Tobias Engelsing: Der gefährliche See. Konstanz: Südverlag, 2019, S. 94, 95, 98, 105.
«Die Schiffbarmachung des Hochrheins», in: natur und mensch, Heft 3, 2004, S. 20–28.