2024

Willimann/Arai

Willimann/Arai, The gift exercise / Invitation 5: Xintiandi, Stickerei, Intervention, Fotografie, 2018, Shanghai, Dokumentation der Intervention, Foto: Willimann/Arai

Willimann/Arai, The gift exercise / Invitation 9: Sion – Furka, ローヌ巡礼 / Walking with the Rhone, Willimann/Arai mit Pilgerfahne in Gletsch, 2023, Foto: Studio Stucky

Willimann/Arai, The gift exercise / Invitation 6: Sihlwald, 2021, Lecture Performance während des Waldspaziergangs, Foto: Jana Figliuolo

Willimann/Arai, The gift exercise / Invitation 6: Sihlwald, 2021, HD video, 15', Still

Willimann/Arai, The gift exercise / Invitation 8.1: Nitrogen – Schnee aus China, Brot aus Luft, Serie von 6 Diazotypie-Plakaten, 2023, Froh Ussicht, Samstagen/CH, Installationsansicht, Foto: Willimann/Arai

Willimann/Arai, The gift exercise / Invitation 8.2: Nitrogen – Substance of power, Diazotypie-Installation, 2023, Nieuwe Instituut, Rotterdam/NL, Installationsansicht, Foto: Chiara Catalini

1 / 6

Über

Das Künstlerinnen-Duo Willimann/Arai, bestehend aus Nina Willimann und Mayumi Arai, bewegt sich in seiner Arbeit zwischen Kunst, Forschung und sozialer Intervention. Es hinterfragt moderne und koloniale Narrative wie West/Ost, Selbst/Anderes sowie Natur/Kultur. Die beiden Künstlerinnen schaffen in ihren Projekten Räume des «Dazwischen», in denen solche Gegensätze aufgelöst und neu interpretiert werden. In Zusammenarbeit mit Besucher:innen, lokalen Gemeinschaften und Expert*innen entwickeln sie kontextspezifische Arrangements und mehrstimmige Formen der Erzählung, die auf forschungsbasierten Arbeitsprozessen beruhen.
Seit 2015 arbeiten Willimann/Arai an mehreren miteinander verknüpften Langzeitprojekte, darunter How to disappear (completely), Swiss Gymnastics, The gift exercise und Avatar tours. Besonders bemerkenswert ist das fortlaufende Projekt The gift exercise, das seit 2016 die kulturelle Praxis der Gastfreundschaft untersucht. In einer Serie von Einladungen, die in ortsspezifischen Installationen und Performances münden, erkunden die Künstlerinnen die komplexen Rollen von Gastgebenden und Gästen. Sie hinterfragen die damit verbundenen Machtverhältnisse aus einer autoethnografischen Perspektive. Unter Einbezug der eigenen Forschungsposition und des eigenen praktischen (Vor-)Wissens schaffen Willimann/Arai nicht nur Räume der Reflexion, sondern auch der Partizipation. Sie binden das Publikum aktiv in ihre Projekte ein und schaffen dadurch Momente des Austauschs und der Begegnung.

Biografie

Nina Willimann (*1982, Sursee/CH, lebt und arbeitet in Zürich/CH) und Mayumi Arai (*1988, New York/US, lebt und arbeitet in Tokio/JP und Zürich/CH) haben zwischen Zürich und Tokio einen kreativen Dialog entwickelt, der durch ihre unterschiedlichen kulturellen Hintergründe und akademischen Laufbahnen geprägt ist. Während Willimann einen Master in Transdisziplinären Studien an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) absolvierte, promovierte Arai in den Bildenden Künsten an der Tokyo University of the Arts. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt und in renommierten Kunsthäusern präsentiert, darunter das Helmhaus in Zürich, das Taipei Fine Arts Museum und das Ming Contemporary Art Museum in Shanghai. Zu ihren bedeutenden Künstlerinnen-Residenzen zählen unter anderem Aufenthalte bei der Fundaziun Nairs in Scuol/CH, bei Tsung-Yeh Artist Village in Tainan/TW oder bei Art-72rooms in Shanghai/CH. Ihre künstlerische Praxis wurde mit zahlreichen Preisen und Förderungen ausgezeichnet, darunter dem Taipei Art Award oder dem Kunst am Bau Preis der Stiftung JUWO.

Info

Weitere Informationen
https://willimannarai.net