2023

Mirna Bamieh

Mirna Bamieh, The Tongue tracing the Hand tracing the Earth, 2022, Dinner Performance, Tanzquartier, Wien

Mirna Bamieh, Palestine Hosting Society, 2017–heute, Live Art Performance

Mirna Bamieh, Sour Things: A Workshop, 2023, Artist in Residence Chretzeturm, Stein am Rhein, Foto: Roberta Fele

Mirna Bamieh, Mouneh: Pantry Work, 2021, Installation, Fermente, Keramiken, Text, Video, Ujazdowski Castle Centre for Contemporary Art

Mirna Bamieh, Potato Talks, 2016–heute, Live Art Performance

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Über

Mirna Bamieh erforscht Aspekte des Verschwindens und der Erinnerungsproduktion. Dazu setzt sich die Künstlerin mit den sozialen Belangen und Einschränkungen palästinensischer Gemeinschaften inmitten aktueller politischer Konflikte auseinander. Seit 2019 beschäftigt sich Mirna Bamieh mit Prozessen der Fermentation mittels Text, Keramik und Video, die in ortsspezifische interaktive Installationen eingebunden sind.
Mit einem Abschluss in Kochkunst bringt sie in ihren Arbeiten Essen und das Geschichtenerzählen zusammen. In Palestine Hosting Society, einem Live-Kunstprojekt, das sie 2018 gegründet hat, entwickelt sie sozial engagierte Arbeiten. Über Dinner-Performances und verschiedene Interventionen, die sich auf Essenspraktiken und die Weitergabe von Rezepten über Generationen hinweg stützen, zielt sie auf eine Wiederbelebung traditioneller palästinensischer Essenskulturen ab, die vom Verschwinden bedroht sind.

Biografie

Mirna Bamieh (*1983) lebt und arbeitet in Jerusalem. Seit dem Abschluss eines BA in Psychologie an der Birzeit-Universität in Ramallah (2006) und MA in Fine Arts an der Bezalel Academy for Arts and Design in Jerusalem (2013) hat sie an verschiedenen internationalen Ausstellungen und Festivals teilgenommen, darunter Sharjah Biennale 15 (2023), Tashweesh Festival, Tanzquartier Wien (2022), Aesthetics of the Political, Bozar, Brüssel (2020), Where No Wall Remains, LAB Biennial, New York (2019), Qalandiya Palestine (2012, 2014, 2016, 2018).
Zu ihren Auszeichnungen gehören der Kunstpreis der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung, Zürich (2022), CEC ArtsLink International Fellowship, New York (2020). Darüber hinaus hat sie an mehreren Artist in Residencies teilgenommen, darunter Binz 39, Zürich (2022), The Invisible Dog Art Center, New York (2021), Vooruit, Belgien (2020), Ujazdowski Castle Centre for Contemporary Art, Polen (2019).

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