Denise Bertschi
Über
Die Künstlerin und Forscherin Denise Bertschi interessiert sich für Risse in der Wahrnehmung, für das Hinein- und Hinausgleiten von Darstellungen in die Realität sowie für Lücken in der Geschichtsschreibung. An der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Geschichte versucht sie, die Verbindungen zwischen der Schweiz und den geopolitischen Räumen der Welt sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck spürt sie den kolonialen Verstrickungen und ambivalenten Beziehungen der Schweiz in der Welt der Wirtschaft und Kultur nach und hinterfragt dabei Narrative des Nationalismus und der Neutralität. Als Forscherin überträgt sie die Werkzeuge von Historiker:innen, Anthropolog:innen oder investigativen Journalist:innen in ihre einzigartige künstlerische Forschungsmethodik. Sie schafft Installationen und Videos, in denen sich kritische Untersuchungen von Orten und visueller Kultur mit der mündlichen Geschichte der Menschen, denen sie begegnet, vermischen.
Biografie
Denise Bertschi (*1983, Aarau/CH) hat einen Master in Contemporary Artistic Practices an der Haute Ecole d'Art et de Design (HEAD) in Genf absolviert. Ihre vielfach preisgekrönte künstlerische Forschungspraxis wird in der Schweiz und im Ausland ausgestellt und wurde wiederholt durch Förderungsbeiträge (von Pro Helvetia, Getty Research Institute, SNF oder dem Aargauer Kuratorium) unterstützt. Sie wurde mit dem Manor-Kunstpreis 2020 ausgezeichnet und für die Swiss Art Awards 2024 und 2019 nominiert. Zwei ihrer monografischen Publikationen wurden 2019 und 2022 als «Schönste Schweizer Bücher» ausgezeichnet. Seit 2021 ist sie Mitglied der Jury des Kiefer Hablitzel Göhner Preises (Swiss Art Awards) und forschte zuletzt im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (EPFL) in Lausanne in Zusammenarbeit mit der Haute Ecole d‘Art et de Design (HEAD) in Genf.
Info
Weitere Informationen
www.denisebertschi.ch









